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Ein Wochenende in Celle

Ein Bericht von Katrin Mehler

Es war wieder einmal soweit, die Luftmatratze, der Schlafsack und die Reisetasche wurden vom Boden geholt und entstaubt. Neben den vielen Klamotten und der Tracht mussten auch noch Teller, Besteck und Becher mit. Ganz zu schweigen von einer etwas größeren Kulturtasche und einigen paar Schuhen - zur Verteidigung muss ich sagen, sind meine Tanzschuhe schon inbegriffen und Badelatschen benötigt man ja schließlich auch!

Schwerbeladen ging es zum Treffpunkt. Es war Freitag 14 Uhr und wir, die Volkstanzgruppe Hollenstedt und  die Rübker Moorpedders hatten bereits am Abend 2 Auftritte.

Nachdem die vielen Taschen und Kleidersäcke auf die Autos verteilt waren ging es auch schon los. Zur Unterhaltung während der Fahrt war das Spiel Serbien gegen Deutschland genau das Richtige. Nach einer Niederlage im Fußball und einer sehr verwirrenden Fahrt durch Celle, sämtliche Strassen die wir laut Navi hätten fahren müssen, waren gesperrt, kamen wir in unserem Domizil für das Wochenende an.

Im Schulzentrum war ein Klassenraum für uns Alle reserviert und wir fingen auch gleich an unsere mitgebrachten Köfferchen, Kleidersäcke, Isomatten und vieles mehr hoch zutragen und uns hauslich einzurichten. Eigentlich war ich schon danach kaputt aber es ging ja noch weiter. Schnell in die Tracht geschlüpft liefen wir denn auch schon zu unseren Auftritten in die Innenstadt. Nach guten 20 Minuten hatten wir die ersten Buden und Bühnen erreicht. Ich bin immer wieder beeindruckt was alles für ein Wochenende “Tag der Niedersachsen” auf die Beine gestellt wird. Das Programm war sehr viel versprechend.

Unser erster Auftritt war gut und der Zweite sollte bald darauf folgen. Nachdem auf der 2. Bühne die Tanzfläche wiederhergestellt wurde, war wohl etwas zusammen gebrochen (!), haben wir auch diesen gut hinter uns gebracht und wir konnten uns endlich dem Abendessen widmen. Der Abend war kurz und die Nacht schnell vorbei.

Der nächste Tag begann mit frühem Aufstehen, wir sind ja schließlich nicht zum Faulenzen dort!  Nach einer angenehmen Dusche wurden die Teller, Becher und Bestecke raus gesucht und man begab sich auf die Suche nach dem Frühstück. Nach einiger Zeit wurde man dann auch fündig, in der Pausenhalle wurde mit einiger Verspätung das Frühstück angeliefert. Die netten Helfer des DRK haben uns aber durch ein echt schönes Frühstück entschädigt und jeder konnte hier was finden. Die Großen bekamen ihren Kaffee, manche hatten das aber auch wirklich nötig, und die Kleinen bekamen ihren Kakao. Leider wurde vergessen uns Sitzgelegenheiten zu bieten und wir waren gezwungen in den Korridoren der Schulklassen zu sitzen, was eigentlich wegen dem Teppichboden nicht gern gesehen war.

Bis ca. 14.30 Uhr konnten wir uns in “Zivil” ins Getümmel schmeißen und unsere Stunden selbst gestalten. Nach dem ich am Vorabend versucht habe ausgiebig den Veranstaltungsplan zu studieren, anzukreuzen und alles in einen Plan unterzubekommen, musste ich doch feststellen, der Tag hat zuwenig Stunden!

Eigentlich wollten wir uns gerne die Jagdreiter im französischen Garten ansehen, aber irgendwie sind wir im Sport-Spaß-Abschnitt hängengeblieben. Vom Basketball, Korbball, Fußball, Hockey bis hin zum Tennis oder Badminton war alles möglich was man sich vorstellen konnte. Höhepunkte waren für mich das Rhönrad und ein Mini Hochseilgarten. Man konnte alles anschauen, anfassen und natürlich das schönste AUSPROBIEREN. Neben den vielen Sportattraktionen waren auch viele Spiele, Rätsel und Gewinnspiele für Klein und Groß dabei. Wenn man wollte, konnte man in nur einem kleinen Teil der Veranstaltung fast den ganzen Tag verbringen. Wir hatten Interessantes erlebt und echt viel Spaß.

Auf der Suche nach Nahrung kamen wir dann auch in die anderen Abschnitte, wie z.B. die Meile der kulinarischen Köstlichkeiten. Auch die Bühnen der Radiosender boten einiges. Höhepunkt war wohl das Konzert der Prinzen. Leider konnten wir dieses nicht bis zum Schluss miterleben, da wir uns zurück zum Schulzentrum begeben mussten, um uns für den nächsten Auftritt umzuziehen mussten.

Der Auftritt war ein Erfolg und die Füße platt, jedenfalls meine.

Nach einem langen Tag und vielen Kilometern später sind wir zurück in die Schule. Die die noch konnten, machten sich auf um das Abendprogramm mit zu erleben. Der übriggebliebene Rest war entweder zu jung oder einfach kaputt. Aber was wäre eine Fahrt ohne Erwin und seine Musikanlage. Statt die Füße zu schonen, wurde auf dem Flur vor dem Klassenzimmer die Musik aufgedreht und getanzt. Das Ende habe ich persönlich aber nicht mehr mit bekommen. Ich bin der Meinung, dass es wohl erst gegen 1 Uhr Nachts zu Ende war.

Und wieder war die Nacht viel zu kurz....

Es war Sonntag und der letzte Tag des schönen Wochenendes. Das Wetter hatte doch sehr gut mitgespielt und uns fast trocken gelassen. Lediglich ein kleiner Windzug kam mal dann und wann vorbei gezogen und machte das Mitführen einer Jacke erforderlich.

Der Sonntagvormittag war, nachdem der Klassenraum geräumt und die Autos bepackt waren, wieder der Freizeit gewidmet. Erst am Nachmittag sollte es zum großen Umzug gehen. Nach dem wir all die vielen Stände und Aktion nachgeholt haben, die am Samstag auf der Strecke geblieben sind, machten wir uns auf zum Treffpunkt und ich musste mit Schrecken feststellen ich hatte diesen Teil des Veranstaltungsortes noch nicht einmal annähernd mir angeschaut. Fazit, ein Tag mehr muss her oder schneller sein

Pünktlich mit Beginn des Umzuges kam die Sonne mit ihrer vollen Kraft. Wieder einmal konnten sich die Vereine aller Art in diesem Umzug präsentieren und die Zuschauer am Rand des Umzuges waren grandios im Jubeln. Und nicht nur die Kinder sondern auch die “Großen” bekamen mal einen Lolli oder einen Becher Wasser in die Hand gedrückt.

Unsere Kinder haben den Umzug trotz langer Wartezeit beim Aufstellen gut gemeistert. Ich glaube aber, sie waren froh als dieser vorbei war und es nach Hause ging.

Mit einem Überraschungsbesuch in der Eisdiele, vielen Dank Dirk , wurde das Wochenende auf dem Nachhauseweg noch versüßt und selbst die schlafenden Kinder auf der Rückbank konnte man noch kurzfristig dafür wach bekommen.

Alles in allem ein tolles Wochenende mit allen Beteiligten.

Viele Grüße Katrin

 

PS.:  Ich war froh nach 2 Tagen Isomatte doch endlich in meinem Bett zu liegen.

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